Ron Paul: “Zwei Prozent Inflation” und das aktuelle Fed Mandat

Dr. Ron Paul – Bildquelle: Wikipedia

Im Laufe der letzten 100 Jahre durchlief die Fed viele Mandate und politische Veränderungen in ihrem Streben zum wichtigsten, zentralen Wirtschaftsplaner der Vereinigten Staaten zu werden. Nicht nur, dass die Fed diese Utopie der Planung der US-Wirtschaft verfolgte und alles betrügerische Denkbare in diesem Wohlfahrt-/Kriegsstaat finanzierte, sie wurde auch zum Manipulator der führenden Weltreservewährung.

Wie der ehemalige Vorsitzende der Fed Ben Bernanke mir erklärte, ist die einmal zutiefst erfolgreiche Weltwährung – Gold – kein Geld. Das bedeutete, dass er glaubte, und die Welt hat das akzeptiert, dass der Fiat-Dollar die wichtigste Währung der Welt ist, und die USA besitzen das Privileg und die Verantwortung ihn zu verwalten. Er mag sogar glauben, zusammen mit seinem ehemaligen und gegenwärtigen Kollegen der Fed, dass der Fiat-Dollar für Jahrtausende Gold ersetzen wird. Ich bin nicht davon überzeugt.

Kurz eingeworfen: Wird Deutschland fremdbestimmt?

As so often before, the settlement of Europe can only be achieved at the expense of the Germans. The future of Germany, probably for the rest of this century, is to be decided by outsiders; and the only people who do not know this are the Germans.
(Wie so oft zuvor, die Abmachung [auch Regelung oder Abkommen, Anm. d. Verf.] für Europa kann nur auf Kosten der Deutschen erreicht werden. Die Zukunft Deutschlands, wahrscheinlich für den Rest dieses Jahrhunderts, ist es von Außenstehenden bestimmt zu werden; und die einzigen Leute, die das nicht wissen, dies sind die Deutschen.)

The Spectator – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt archive.spectator.co.uk

Dieses Zitat stammt aus dem Artikel Adenauer’s friendly Call vom 13. November 1959 des Spectators, eines britischen Magazins, das seit 1828 wöchentlich erscheint. Wahrlich kein Käseblatt oder eine unwichtige Hauspostille.

Wohlstandsverteilung: Wenn zehn Prozent 91% besitzen

Seit ein paar Jahren erscheinen alle paar Monate Meldungen, dass das “offizielle” Wohlstandsgefälle einmal mehr zugenommen hat. Öffentliche Quellen, Statistiken oder Berichte zeigen auf, dass die Kluft zwischen Fleissig und Reich immer breiter wird und dass sich die Kluft immer schneller verbreitert.

Diese Tatsache ist unbestritten und ist die eigentliche reale Wirtschaftskrise, da immer weniger bei den produktiven Menschen ankommt oder hängen bleibt.

Schaut man sich beispielsweise die USA als Musterland der Ungleichheiten an, erkennt man sehr schnell wie verrückt unsere Welt geworden ist:

IWF: Über gescheiterte Stimuli und die Neue “Multilaterale” Weltordnung

Meine Annahme für das Jahr 2015 ist die Behauptung, dass dies ein Jahr der zerstörten sozialen, politischen und wirtschaftlichen Illusionen sein wird. Wie ich in den letzten Artikeln erwähnt habe, hat 2014 die Bühne für mehrere gesteuerte Konflikte, einschließlich des falschen Konflikts zwischen den finanziellen und politischen Kräften im Osten und im Westen, sowie den wachsenden Konflikt zwischen den OPEC-Staaten und den Schiefergas- bzw. -ölproduzenten, wie auch die widersprüchlichen Vorstellungen über die Sicherheit des Petro-Status des Dollars und die Sicherheit und Stabilität der Europäischen Union, bereitet.

Seit der Derivate- und Kreditkrise von 2008 haben die Zentralbanken behauptet, ihre Bemühungen drehen sich um Interventionen gegen den Schneeball-Effekt der klassischen deflationären Markttrends. Der WAHRE Zweck der Zentralbankkonjunkturmaßnahmen jedoch war es, ein illusorisches globales Finanzumfeld zu schaffen, in dem traditionelle wirtschaftliche Fundamentaldaten entweder ignoriert werden oder nicht mehr den konkreten Wahrheiten enstprechen, die sie vermitteln sollen. Das heißt, die internationale Bankenkaste hat nicht das GERINGSTE INTERESSE an der Rettung des derzeitigen Systems, trotz gegenteiliger Annahmen vieler Marktbeobachter. Sie wissen ganz genau, dass das Drucken von Fiat-Geld, der Kauf von Schuldverschreibungen und sogar die Manipulation von Aktien die zugrunde liegenden Krisen nicht ändern werden.

Schweizer Franken: Tsunamis kommen meistens ohne Vorwarnung

Am Donnerstag, den 15. Januar, stellte die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre drei Jahre andauernden Bemühungen ein den Schweizer Franken in einem Gleichgewicht zum Euro zu halten. An einem einzigen Tag brachte diese Entscheidung dem Schweizer Franken (CHF) einen massiven 21%-Anstieg gegenüber dem US-Dollar und 41% gegenüber dem Euro ein. Die Entscheidung sandte Schockwellen von beispielloser Heftigkeit durch den Devisenmarkt (FX), der mit Abstand der größte und am meisten gehebelte Trading-Markt der Welt ist. Der Geldtsunami bedroht alle FX-Teilnehmer und sogar ihre Makler. Aber noch wichtiger ist, auch weil das übrige Europa unter einer alles erstickenden Währung zu ersticken scheint, dass die Schweizer ein Fenster der Realität im Zentralbankensystem geöffnet haben. Hoffentlich wird sich einiges der frischen Luft auch im der Rest der Welt verbreiten.

Die meisten Länder der so genannten entwickelten Welt sind der US/UK-geführten “Anglosphäre” bei der Verfolgung des Keynesianismus gefolgt, der auf einem verbrauchsabhängigen Wirtschaftswachstum basiert, das angeblich von Währungsentwertungen stimuliert werden kann.