Künstliche Intelligenz – Bildquelle: www.konjunktion.info (KI-generiert)
Nach wie vor propagieren viele alternativen Medien Donald Trump und vor allem Elon Musk als „Retter“, als „Antipoden des bisherigen Systems“. Dabei ist es unbestreitbar richtig, dass es einige Ansätze in ihrem Vorgehen gibt, die tatsächlich in die richtige Richtungen gehen. Gleichzeitig werden aber sehr viele Dinge beschönigt und im schlimmsten Fall schlichtweg ignoriert.
Eine dieser ignorierten Tatsachen ist Elons Musks extremer Hang zur Künstlichen Intelligenz (KI), der Verbindung von Mensch und Maschine (Neuralink) und seine positive Einstellung zum Thema Transhumanismus. In diesem Artikel möchte ich daher auf den ersten Punkt dieser kurzen Aufstellung eingehen: die Künstliche Intelligenz.
Die wenigsten dürften bislang von Colossus gehört haben. Colossus ist ein von Elon Musks Unternehmen xAI entwickelter Supercomputer für Künstliche Intelligenz, die unter anderem auch Grok 3 (das Gegenstück zu ChatGPT auf der Plattform X) befeuert. Dieser Supercomputer, der in Memphis, Tennessee, steht, wurde speziell für das Training von Künstlicher Intelligenz gebaut und gilt als einer der leistungsstärksten seiner Art. Dieser wurde im September 2024 in Memphis, Tennessee, in Betrieb genommen und verfügt über 100.000 NVIDIA Hopper H100 GPUs. Das ist eine immense Rechenleistung, die in nur 122 Tagen von Grund auf aufgebaut wurde – ein Tempo, das selbst in der Tech-Welt keine Normalität darstellt. Es ist sogar geplant, die Kapazität durch den Einsatz von 50.000 zusätzlichen H200-Chips weiter auszubauen.
Colossus dient in erster Linie dazu, xAIs KI-Modelle wie Grok zu trainieren, mit dem Ziel, die Grenzen der Künstlichen Intelligenz zu verschieben. Elon Musk hat große Ambitionen dafür: Er sieht Grok 3, das auf diesem System trainiert wird, als potenziell weltführend an, manche spekulieren sogar, dass die Rechenpower von Colossus irgendwann auch Teslas Projekte wie autonome Fahrzeuge oder den Optimus-Roboter unterstützen könnte.
Der Energieverbrauch von Colossus ist enorm – etwa 150 Megawatt, genug für 100.000 Haushalte – und die Kühlung des Supercomputers verschlingt täglich bis zu einer 3,8 Million Liter Wasser. In Memphis hat das schon Diskussionen über Umweltbelastung und Infrastruktur ausgelöst, besonders weil xAI offenbar Gasturbinen ohne Genehmigung nutzt, um den Strombedarf zu decken. Das zeigt, wie ambitionierte Technologie oft mit praktischen und ethischen Herausforderungen einhergeht. Daher dürfte es auch nicht weiere verwunderlich sein, dass Trump, Musk und seine Silicon Valley Freunde bzw. BackRock und Co. inzwischen das Thema ESG „beerdigt“ haben. Ihr Systemumbau mit einer alles umfassenden und überwachenden KI benötigt billigste Energie – und davon jedem Menge.
So prognostiziert McKinsey in einer Studie, dass der Strombedarf für KI in Europa bis 2030 auf über 150 Terawattstunden ansteigen könnte, was etwa 5% des gesamten europäischen Stromverbrauchs entspricht.
Dass Musk aus meiner Sicht seine KI gezielt einsetzt, um die Agenden der Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) voranzutreiben, kann man am Beispiel DOGE sehen und daran, wie er als Leiter der Behörde agiert, als er eine E-Mail an alle US-Bundesbediensteten gesendet hat. In dieser forderte er die Mitarbeiter auf, innerhalb von 48 Stunden fünf Punkte zu benennen, die sie in der vergangenen Woche erreicht haben. Bei Nichtbeantwortung drohte er gar mit Kündigung. Die Anweisung führte zu erheblicher Verunsicherung und Widerstand innerhalb der Behörden. Mehrere Ministerien und das FBI rieten ihren Mitarbeitern, nicht auf die E-Mail zu reagieren. Präsident Donald Trump unterstützte jedoch öffentlich Musks Vorgehen und betonte, dass diejenigen, die nicht antworten, mit Entlassung rechnen müssten.
Nun mögen manche – zu recht sagen -, dass man die Hälfte (+ x) der Mitarbeiter in diesen Behörden tatsächlich nicht benötigt, sie vergessen/übersehen aber dabei eines:
Musk wird diese Rückmeldungen (fünf Punkte) dazu nutzen, um seine KI zu trainieren und um herauszufinden, welche Mitarbeiter was, wie und in welchem Zeitraum tun und wer letztlich verzichtbar ist. Beispielsweise in den Bereichen:
Diese „KI-Lernkurve“ wird dann zur Blaupause für alle möglichen anderen Branchen und Arbeitsstellen. Und wenn erst einmal genügend Daten über Leistung und Ergebnisse vorliegen, wird die KI vorgeben und letztlich entscheiden:
Ich möchte hier gar nicht damit anfangen zu schreiben, dass der nachfolgende (logische) Schritt für viele, um im Arbeitsleben dann noch bestehen zu können, die eigene „körperlich-geistige Leistungssteigerung mittels Chip-Implantierung“ sein wird. Quasi der Transhumanismus auf „Eigeninitiative“.
Conclusio
Das Vorgehen von Elon Musk birgt mehrere gesellschaftliche Risiken, die weit über den öffentlichen Dienst hinausgehen könnten. Gerade weil er der KI sogar die Entlassungen der Mitarbeiter durchführen lassen will – also von der Entscheidung dazu bis hin zur finalen Benachrichtigung.
Wenn KI-gestützte Effizienzbewertungen direkt über Entlassungen entscheiden, könnten viele Menschen ihren Job verlieren, ohne dass individuelle Umstände berücksichtigt werden. Mitarbeiter könnten gezwungen sein, ständig „sichtbare“ Arbeit zu leisten, anstatt nachhaltige oder kreative Lösungen zu entwickeln. Wenn solche Systeme in großem Maßstab eingesetzt werden, könnten sie eine Art permanente Überwachung der Mitarbeiter bedeuten.
Wenn Behörden nach denselben Effizienzkriterien wie private Unternehmen geführt werden, könnte das zu einem Rückbau wichtiger, aber schwer messbarer Dienstleistungen führen (z. B. Sozialarbeit, Bildung, Verwaltung). Musk hätte durch solche Systeme potenziell großen Einfluss darauf, wer im öffentlichen Dienst arbeitet – ein beunruhigendes Machtinstrument. KI-Systeme könnten bewusst oder unbewusst so trainiert werden, dass sie bestimmte Gruppen bevorzugen oder diskriminieren.
Unternehmen könnten ähnliche Mechanismen einsetzen, um Effizienzsteigerungen durchzusetzen – auf Kosten von Arbeitsplatzsicherheit und Kreativität. Wenn sich solche Methoden durchsetzen, könnte es für Menschen „normal“ werden, dass sie ständig ihre Produktivität nachweisen müssen, was zu einem psychischen Dauerdruck führen wird.
Wenn KI-Analysen zu strengen Effizienzvorgaben führen, könnte der Wert von menschlicher Intuition, Erfahrung und sozialer Interaktion verloren gehen. Menschen, die nicht konstant „hochproduktiv“ erscheinen, könnten zunehmend aus wichtigen Berufen verdrängt werden.
Während Effizienzsteigerung an und für sich ein sinnvolles Ziel sein können, darf sie nicht auf Kosten von Demokratie, Arbeitnehmerrechten und sozialer Fairness gehen. Die Gefahr liegt darin, dass ein solcher Ansatz, einmal etabliert, leicht auf viele andere Bereiche ausgedehnt werden kann – mit potenziell gravierenden gesellschaftlichen Folgen. Von der „Hinführung“ zum Transhumanismus einmal ganz abgesehen.
Quellen:
KI soll Beamte automatisch feuern
Three Big Things To Know About XAI’s Colossus This Week
Elon Musk reveals xAI’s “Colossus,” probably the most powerful supercomputer in the world
First in-depth look at Elon Musk’s 100,000 GPU AI cluster — xAI Colossus reveals its secrets
xAI Colossus: The Elon Project
The Colossus Supercomputer: Elon Musk’s Drive Toward Data Center AI Technology
AI’s „relentless thirst for power“
Studie: Energiehunger der Künstlichen Intelligenz ist unersättlich
Ultimatum to federal workers raises tensions between Musk, White House staff
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