Systemumbau: Visa und die „Transformationskraft“ der digitalen Identität und des ZahlungsverkehrsLesezeit: 4 Minuten
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Biometrie – Bildquelle: Pixabay / TheDigitalArtist; Pixabay License
Dass die Einführung einer digitalen ID (dID) ein Muss seitens der Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) darstellt, um ihre Agenden umsetzen zu können, habe ich in zahlreichen Artikeln aufgeführt.
Oftmals wird in diesem Kontext darauf hingewiesen, dass eine Implementierung schwierig bis unmöglich ist, dass die Bevölkerungen (gerade ältere Menschen) damit nicht klar kommen werden, dass es Inkompatibilitäten gibt, … Alles wichtige Argumente, die nicht von der Hand zu weisen sind, aber letztlich die IGE nicht daran hindern werden, ihren „Traum der digitalen Totalüberwachung“ zu realisieren – oder zumindest den Versuch der Umsetzung.
Ein Weg wie sie es versuchen werden, ist dabei das Geldsystem. Nicht nur als CBDCs, sondern als grundsätzlichen Hebel der Teilnahme. So hat Visa nun „seine Bereitschaft erklärt“, mit Regierungen in jeder Phase der Einführung digitaler Identitäten zusammenzuarbeiten.
Das Unternehmen versucht, mittels der Zusammenarbeit mit der FIDO Alliance und Passkeys eine Vorreiterrolle zu spielen. Visa integriert die biometrische Authentifizierung in den Zahlungsverkehr durch Visa Payment Passkeys, eine Technologie, die auf der FIDO-Zusammenarbeit basiert und die eine Kontobestätigung mit einem physischen Gerät verknüpft. Dies „ermöglicht“ es dem Endnutzer, dieselben biometrischen Daten zu verwenden, die er zum Entsperren seines Geräts für die Zahlungsauthentifizierung verwendet.
In einem neuen Whitepaper mit dem Titel „Digital Identity and Payments (Digitale Identität und Zahlungsverkehr)“ stellt Visa eine Parallele zur digitalen Identität vor, bei der ein und dasselbe mobile Gerät digitale Identitätsnachweise enthält.
„Die laufenden Arbeiten von Visa an Payment Passkeys können dazu beitragen, eine sich gegenseitig verstärkende Beziehung zwischen Zahlungen und digitaler Identität zu ermöglichen, die allen Beteiligten und Endnutzern zugute kommen könnte (Visa’s ongoing work on Payment Passkeys may help facilitate a mutually reinforcing relationship between payments and digital identity that could benefit all stakeholders and end-users)“, heißt es darin. Dies ist Teil eines immer offensichtlicher werdenden Trends zur Konvergenz von digitalen Zahlungen und Identität.
An anderer Stelle sieht Visa die digitale Identität als grundlegenden Weg für Länder, ihre Wirtschaft anzukurbeln, und weist darauf hin, dass Regierungen bei der Entwicklung ihrer Strategien und Systeme für die digitale Identität Faktoren wie digitale Kompetenz, Bereitschaft zur Nutzung der Infrastruktur, Sicherheitssysteme, Interoperabilität, globale Standards und die Schaffung von öffentlichem Vertrauen berücksichtigen sollten.
In einem weiteren Whitepaper mit dem Titel „The Transformational Power of Digital Payments for Governments (Die transformative Kraft des digitalen Zahlungsverkehrs für Regierungen)“ stellt Alfred F. Kelly, Executive Chairman of the Board von Visa, das erste Whitepaper dieser Art vor, das vom Visa Government Solutions Team veröffentlicht wurde. Es signalisiert, dass das Unternehmen voll und ganz an die digitale Transformation des Zahlungsverkehrs glaubt.
Visa argumentiert, dass die Digitalisierung nicht länger eine optionale Ergänzung für den öffentlichen Sektor ist, sondern ein „echtes und dringendes Gebot (real and urgent imperative)“. Das Zahlungsverkehrsunternehmen skizziert die fünf wichtigsten Möglichkeiten für den öffentlichen Sektor, wie die Automatisierung des öffentlichen Beschaffungswesens und des kommerziellen Zahlungsverkehrs sowie die Nutzung von Zahlungsdaten für Themen wie Tourismus oder die Stadtplanung.
Mit detaillierten Aufschlüsselungen und Fallstudien von Programmen und Initiativen in Ländern wie Estland, Großbritannien, Indien, Südkorea, Singapur, Polen, Brasilien, Nepal und Ruanda soll das Whitepaper Argumente für die transformativen Auswirkungen digitaler Dienstleistungen, der Nutzung von Daten und der Implementierung von Technologien, liefern.
„Die Digitalisierungsagenda unterstützt letztlich die nationale Wettbewerbsfähigkeit in der globalen Wirtschaft (The digitalization agenda ultimately supports national competitiveness in the global economy)“, heißt es dazu in dem Papier. Mit einem derartigen Engagement für den digitalen Zahlungsverkehr scheint Visa bereit zu sein, Regierungsvertretern auf der ganzen Welt Ratschläge zu erteilen, da das Unternehmen seine zentrale Rolle bei diesem Phänomen unterstreicht.
Wir sehen also, die IGE treiben ihre Agenda weiter voran. Und es ist nicht verwunderlich, dass gerade die großen Spieler immer mehr eingebunden werden.
Quellen:
Webseite Fido Alliance
PDF Digital identity and payments
Payments and identity converging in digital wallets
PDF The Transformational Power of Digital Payments for Governments
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